Die Daten-Visualisierer

Artikel: Die Daten-Visualisierer

10/2021 – Unternehmensdaten sind wahre Schätze: DB Immobilen analysiert mit Qlik Sense Daten und stellt sie anhand von Dashboards interaktiv dar – und schafft so Mehrwerte für alle Mitarbeitenden.

Wer Unternehmensdaten richtig lesen, analysieren und nutzen kann, ist mit den gewonnenen Erkenntnissen in der Lage, Mehrwerte zu generieren. Auch für DB Immobilien sind Daten wahre Schätze. „Wir wollen unser Berichtswesen digitalisieren und ein datengetriebenes Unternehmen werden“, sagt Konstatin Wächter, IT Programm Manager bei DB Immobilien. Um die eigenen Datenschätze zu heben und besser nutzen zu können, entwickelte DB Systel gemeinsam mit DB Immobilen eine zentrale, moderne und interaktive Dashboard-Plattform auf Basis von Qlik Sense. „Ziel ist es, deutlich schneller Erkenntnisse zu gewinnen sowie die Berechnungslogik und die Art und Weise, wie die Daten genutzt werden, zu standardisieren“, erläutert Konstantin Wächter. So sollen Daten künftig eine fundiertere Antwort auf wichtige Fragestellungen liefern. 

„Wir wollen unser Berichtswesen digitalisieren und ein datengetriebenes Unternehmen werden.“

Konstatin Wächter, IT Programm Manager bei DB Immobilien

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„Eine Immobilie muss ganzheitlich verwaltet werden, zum Beispiel wird überprüft, ob die relevanten Vorgaben eingehalten werden“, meint Konstantin Wächter. Das fängt bei Brandschutzbegehungen und turnusmäßigen Überprüfungen an und reicht bis zur optimalen Nutzung von Gebäuden. Um die vorhandenen Ressourcen der Immobilien besser ausschöpfen zu können, müssen diese analysiert werden – zum Beispiel in Bezug auf die Auslastung. „Wir wollen die Immobilien besser nutzen, doch dafür brauchen wir Informationen zur Auslastung der Gebäude, wie viele Personen zu welchem Zeitpunkt vor Ort sind oder wie viele Besprechungsräume benötigt werden“, so Konstantin Wächter. „Eine Antwort darauf darf keine Bauchentscheidung sein, sondern muss durch Daten belegt werden.“ 

„Datengetriebene Entscheidungen werden zur Grundlage der neuen Geschäftsprozesse.“

Ulf Nürnberger, Product Owner in der Einheit Data Vision bei DB Systel

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„Datengetriebene Entscheidungen werden zur Grundlage der neuen Geschäftsprozesse“, sagt auch Ulf Nürnberger, Product Owner in der Einheit Data Vision bei DB Systel. Doch mit herkömmlichen digitalen Werkzeugen ist das kaum möglich, Programme wie Power Point oder Excel sind in ihren Möglichkeiten limitiert. Daten können damit zwar in Diagrammen dargestellt werden – aber in welcher Beziehung einzelne Werte zueinander stehen, geht daraus nicht hervor. Mit der Business Intelligence Software Qlik Sense werden Kennzahlen erfasst, visualisiert und zueinander in Beziehung gestellt. Dadurch kann man mit Daten interaktiv arbeiten, diese bewerten und in Relation zu anderen Werten setzen – um so schnell und effizient Erkenntnisse zu gewinnen. 

Business Intelligence (BI) Software 

BI-Software ist nicht nur ein Programm, sondern eine Sammlung von Tools, Anwendungen und Methoden. Damit ist es zum Beispiel möglich, Unternehmensdaten aus internen Systemen und externen Quellen zu sammeln, diese für die Analyse vorzubereiten und schließlich ausführliche Berichte, Dashboards und Datenvisualisierungen zu erstellen. 

Die Vorteile dieser Lösung sind vielfältig: Mit der einfachen Self-Service-Datenvisualisierung und intuitiven Tools werden Daten zur Analyse vorbereitet und visualisiert. Anwender werten Daten mit interaktiven Dashboards aus und leiten daraus Erkenntnisse ab. Dank offener Schnittstellen und umfassender Entwicklertools lassen sich Analysefunktionen integrieren, maßgeschneiderte Analyse-Apps entwerfen und nach Bedarf neue Visualisierungen erstellen. Die Software lässt sich sowohl auf Desktop, Tablet oder Smartphone nutzen und Berichte werden in gängigen Formaten bereitgestellt. 

Erkenntnisgewinn durch Standards 

Diese Dashboards haben nichts mehr mit ihren statischen Vorgängern gemein, alle Komponenten sind interaktiv. „Früher hat jeder in seinem Fachbereich eine eigene Excel-Tabelle erstellt“, sagt Johanna Rudolf vom Plattform-Betriebsteam bei DB Systel. „Es brauchte aber nur versehentlich eine Spalte falsch sortiert werden und schon erhielt man plötzlich ganz andere Zahlen. Das passiert mit einer standardisierten Oberfläche nicht mehr, weil alle mit demselben Tool, denselben Daten und denselben Funktionalitäten arbeiten.“  

„Durch neue Blickwinkel auf Beziehungen und Abhängigkeiten von Daten schaffen wir ein neues Verständnis unserer Daten und der Art und Weise, wie mit ihnen gearbeitet werden kann. Wir lernen, neu mit Daten umzugehen.“

Johanna Rudolf, DB Systel

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Qlik Sense bietet für DB Immobilien eine große Auswahl an selbst entwickelten Applikationen und Dashboards. Jede Applikation mit ihren Dashboards befasst sich mit einem Thema. Bei DB Immobilien ist die Dokumentation und Steuerung der Einhaltung von Brandschutzbestimmungen ein Use Case. Das Dashboard zeigt die Prüfungen an, wie oft eine Immobilie planmäßig begangen wurde oder ob es Verzögerungen gab. Innerhalb des Dashboards lassen sich die Informationen selektieren und filtern, beispielsweise nach Kunde und Region bis hin zur einzelnen Immobilie. Außerdem können Daten grafisch aufbereitet werden. „Die Visualisierung hilft, komplexe Sachverhalte besser wahrzunehmen“, erläutert Johanna Rudolf. 

Dashboard-Beispiele zu Wagenauslastung, Warenströmen und Umsatz- und Kostenentwicklung

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Neuer Umgang mit Daten 

Bei Auffälligkeiten können die Nutzer:innen direkt in Details einsteigen und den Ursachen auf den Grund gehen. Vor allem aber reduziert sich der manuelle Aufwand für die Mitarbeitenden: Für jede Datenansicht bedarf es lediglich einer initialen Dashboard-Erstellung, die entweder vom Fachbereich selbst durchgeführt wird oder bei Partnern in Auftrag gegeben werden kann. Die Daten werden dann automatisch aktualisiert. „Durch neue Blickwinkel auf Beziehungen und Abhängigkeiten von Daten schaffen wir ein neues Verständnis unserer Daten und der Art und Weise, wie mit ihnen gearbeitet werden kann“, erklärt Johanna Rudolf. „Wir lernen, neu mit Daten umzugehen.“

Mit dem Einsatz von Qlik Sense macht sich DB Immobilien auch unabhängiger von Dienstleistern. „Wir können es selbst ohne tiefergehendes Entwicklungs-Know-how bedienen“, sagt Konstantin Wächter. Mit den Dashboards kann jeder Mitarbeitende Daten verstehen und Kennzahlen visualisieren. Das Wissen, das die Grundlage für Erkenntnisse und Entscheidungen darstellt, wird im gesamten Unternehmen geteilt, die Eigenkompetenz im Umgang mit Daten wächst. Die ersten Dashboards stehen bei DB Immobilien zur Verfügung und werden bereits produktiv genutzt. Ziel ist es, 2022 die komplette Analyse über Qlik zu realisieren und alle relevanten Berichte abgelöst zu haben. „Parallel dazu steigern wir durch Enablement-Maßnahmen die Fähigkeiten der Mitarbeitenden, selbst kompetent mit Daten, Werkzeugen und Prozessen umzugehen“, erläutert Ulf Nürnberger. „So erreichen wir schrittweise, dass wir immer weniger gebraucht werden, worüber wir uns aber sehr freuen. Das ist für mich eine Erfolgsgeschichte, eine Blaupause, die wir versuchen auch bei anderen Konzerngesellschaften zu etablieren.“

Das ist auch ein Beleg für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen DB Systel und DB Immobilien, die seit Projektbeginn stetig zusammengewachsen sind.