EVI, das elektronische Adressbuch des DB Konzerns, wurde gemeinsam mit dem Konzern-CIO Bereich als erste Konzernanwendung für den „managed“-Betrieb in der Enterprise Cloud der DB Systel ausgewählt und wird seit dem 05. April 2016 aus der Cloud betrieben. Die Anwendung EVI beinhaltet aktuell rund 170.000 Personeneinträge, pro Tag nutzen ca. 23.000 Nutzer mit ca. 40.000 Sitzungen und 140.000 Seitenaufrufen die Anwendung über mobile Endgeräte und Arbeitsplatzrechner.
Dabei werden nicht nur einfache Suchfunktionen durchgeführt, sondern angezeigte Telefonnummern können direkt gewählt werden, Adressangaben sind mit Google Maps verlinkt oder können für die Reiseplanung direkt in Bahn.de überführt werden. Die angezeigten Kontaktdaten können direkt für die Kommunikation via Lotus Notes oder Microsoft Outlook verwendet werden.
Für die Migration von EVI in die Enterprise Cloud sprachen mehrere Gründe: Zum einen erfüllt EVI technisch die Kriterien für einen Betrieb in der Cloud. Zum anderen verarbeitet die Anwendung nicht nur personenbezogene Daten, sondern auch Mitarbeiterdaten. Das bedeutet, auch die mit den Konzerngremien abgeschlossenen Regelungen, die im Vorfeld übergreifend für den Betrieb von Cloud-Anwendungen vereinbart wurden (Auftragsdatenverarbeitungsvertrag, Verfahrensmeldung, Information des Konzernbetriebsrats) kamen hier zum Tragen.
Für die Migration erfolgten im Vorfeld einige Anpassungen der Architektur, die Migration selbst erfolgt dann störungsfrei in nur einem Tag.
Durch das aufgesetzte Lastkurven Monitoring konnten bereits erste Änderungen im Betrieb umgesetzt werden: von den vier genutzten WebServern werden abends und am Wochenende automatisch je 2 Server außer Betrieb genommen und am nächsten Morgen wieder gestartet. Durch die Bedarfsgerechte Serverleistung konnten die Infrastrukturkosten bereits deutlich gesenkt werden.