Deutsche Bahn
Reisende beim Umsteigen (Kampagne DB Regio Bus)
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Schneller informiert im Busnotverkehr

Beim Einsatz des Busnotverkehrs besteht hoher Informationsbedarf: Fahrgäste wollen Auskünfte zu Abfahrtszeiten und Haltestellen, die Busfahrer benötigen schnellstmöglich einen Fahrplan und Informationen zu den Haltestellen. Eine neue App soll die Informationslücken schließen.

Seit Juli ‘18 ist ein Pilot für die neuentwickelte App "Busnotverkehr digital" von DB Systel und DB Regio im Einsatz. Getestet wird die App während der Bauarbeiten auf der Strecke Bremerhaven-Lehe-Bremen Hbf im Expresskreuz Bremen an den Wochenenden bis Ende September.  

Die Herausforderung besteht darin, die Busfahrer umfassend und in Echtzeit zu informieren und den Fahrgästen alle Informationen zu An- und Abfahrtzeiten sowie zu den Haltestellen per App zur Verfügung zu stellen.

Die App, die in einem Low-Cost-Projekt entwickelt wurde, sammelt via GPS die Navigationsdaten des Busses und sendet die aktuelle Position an die Leitstelle. Außerdem können Busfahrer per Klick auf die entsprechende Position in der Karte neue Hindernisse, etwa einen Unfall, und die entsprechende Änderung der Route melden. So erhält die Disposition Echtzeitinformationen zu den eingesetzten Bussen, kann die Ankunftszeiten besser planen und die Testkunden mit aktuellen Informationen versorgen. 

Nach dem Testlauf erfolgt die agile Weiterentwicklung auf Basis der Feedbacks von Fahrgästen, Leitstelle und Busfahrern. Das Ziel ist, die App für den ungeplanten Busnotverkehr einzusetzen. Damit können bei unvorhergesehenen Störungen – wenn Zuglinien für mehrere Tage ad hoc durch Busse ersetzt werden müssen – auf Knopfdruck schnelle und für alle Beteiligten transparente Lösungen aufgestellt werden.

Mit der App soll eine Lücke geschlossen werden, die bei unvorhergesehenen Störungen die bisherigen vielfältigen Unklarheiten beseitigt und für weniger Stress und mehr Zufriedenheit bei Mitarbeitern wie bei den Kunden sorgt. Die App ist bisher aus Gründen des Datenschutzes nur für Teilnehmer am Pilotprojekt zugänglich.

Zur weiteren Planung gehört auch, ein Indoor-Routing zu integrieren, mit dessen Hilfe Fahrgäste an ihnen unbekannten Bahnhöfen schnell die richtige Bushaltestelle ihres Ersatzverkehrs finden. Eine weitere Lösung zum Störungsmanagement ist bereits in der Pipeline: Eine Funktion zur Anschlusssicherung, die Reisenden erstmals ermöglicht Ihre Anschlüsse auf Erreichbarkeit anzufragen.

Sämtliche Lösungen zielen darauf ab, den Organisationsaufwand im Betrieb zu verringern sowie zu beschleunigen, Fehlerquelle auszuschalten und durch zielgerichtete Kommunikation in Richtung Betrieb sowie der Fahrgäste für reibungslose Abläufe zu sorgen.